emotionworld Magazin 2018

emotionworld thema | 23 Offroad Abenteuer durch flüsse Die Fahrt weiter nach Süden Richtung Samara wurde nun „endlich“ abenteuerlicher. Sebastian hatte sich ja schon so auf das „off-road“ fahren und „Flüsse durchqueren“ gefreut. Stundenlang schepperte unser Auto über Schotterpisten und kurz vor Samara kam dann auch die Flussdurchquerung. Diese hatte es ganz schön in sich. Gut, dass Einheimische vor uns fuhren und uns denWeg durch den Fluss zeigten. Denn, wären wir mitten hindurch gefahren, wären wir mit Sicherheit eingesunken und stecken geblieben. Samara war unser absoluter Lieblingsplatz. Hier war für uns einfach alles perfekt. Ein tolles Hotel zu einem Schnäppchenpreis, da Nebensaison. Ein traumhafter Strand mit endlosen Palmen und ein kleines nettes Städtchen mit leckeren Restaurants, wie das vegane LUV Burger Restaurant. Fast eine Woche ließen wir uns hier treiben, ohne größere Unternehmungen. Weiter ging die Reise nach Santa Teresa, dem Surfer HOT SPOT schlechthin. Wenn wir dachten die Fahrt nach Samara sei bereits „off-road“ gewesen, so ging es hier erst richtig los. Vier Flüsse und Schlaglöcher, so tief, wie man es sich kaum vorstellen kann. Auch in Santa Teresa haben wir uns sehr wohl gefühlt. Morgens erkundeten wir die Umgebung oder relaxten einfach nur am Pool. Am Nachmittag zog es uns dann meistens ans Meer, wo wir fasziniert den Surfern beim Wellenreiten zuschauten. Nach einigen Stunden im Auto und einer Fahrt mit der Fähre kamen wir in Santa Elena, dem Ausgangsort zum Monteverde Nebelregenwald, an. DieAnfahrtistbeschwerlich,aberwerschoninSanta Theresa war, beklagt sich nicht mehr über schlechte Straßen. (-: Und eine willkommene Überraschung: hier war es ganz schön frisch mit nur ca. 20 Grad. Gar nicht so schlecht, mal wieder durchatmen zu können. In Monteverde kann man entweder den Monteverde Nationalpark besuchen oder den kleineren Curi Canchamit seiner großen Vogelvielfalt. Wir haben uns für den Monteverde Park entschieden. Stundenlang sind wir durch tropfende Dschungellandschaften gewandert. Das Moos wächst teilweise bis ganz nach oben zu den Baumkronen. Das macht aus dem Regenwald eine bizarre Fantasy-Welt. Und immer wieder sind die Wolken so tief, dass sie zwischen den Bäumen hängen. Auch jede Menge Tiere konnten wir an diesem Tag sehen. Einige Affenfamilien turnten von Baum zu Baum und das Highlight war der seltene Quetzal Vogel. Unser nächster Stopp war Quepos und der angrenzende Manuel Antonio Nationalpark. Dieser Park ist einer der meist besuchten und berühmtesten Parks in Costa Rica. Grund dafür ist der Artenreichtum und die traumhaften Strände. Hier schieben sich in der Hauptsaison wohl fahrbahnbreit die Menschen durch den Park. Wir hatten Glück, in der Nebensaison zu reisen, und dennoch war uns der Trubel viel zu viel. Doch trotz der Menschenmassen sieht man Unmengen von Tieren: Faultiere, Affen, Tukane und jede Menge Echsen und Vögel. Ein absoluter Höhepunkt: Die roten Aras! Diese wundervollen Papageie sind sehr sehr selten und nur in wenigen Gebieten Costa Ricas zu beobachten. Am berühmten Strand des Nationalparks kann man sich dann etwas ausruhen und sich im Meer abkühlen. Aber Achtung: hier schlagen maskierte Täter namens Waschbär zu und klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Nach zwei Tagen im Norden fuhren wir wieder ein Stück zurück ins Landesinnere zum Rio Celeste. Nach neun sehr holprigen Kilometern steht man am Parkeingang und wandert ca. eine Stunde durch den herrlichen Dschungel zum sogenannten „Tenidores“. Dort vermischen sich zwei Flüsse und durch die chemische Reaktion entsteht ein Türkisblau, das wir so noch nicht gesehen haben. Unglaublich dieses Farbenspiel! Und das Highlight des Parkes ist der Wasserfall. Bilder sagen hier mehr als Worte. Nach nun schon zwei Wochen im Landesinneren mit jeder Menge Wasserfälle, Dschungelwanderungen und Vulkanen zog es uns nun endlich an die Küste, an den Strand und das Meer. Wir fuhren an die Playa Junquillal, einem kleinen Örtchen direkt am Meer. Dort genossen wir ein paar ruhige Tage mit kleinen Ausflügen nach Tamarindo und zu verschiedenen Stränden wie den Playa Conchal (wie der Name schon sagt, ein Strand nur aus Muscheln bestehend).

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