emotionworld Magazin 2018

24 | emotionworld thema Von Quepos aus fuhren wir weiter Richtung Süden nach Sierpe. Dort ließen wir das Auto für ein paar Tage stehen und fuhren per Speedboot in die Drake Bay. Die Drake Bay mit dem Nationalpark Corcovado ist noch ein Geheimtipp und liegt aufgrund der etwas aufwändigeren Anreise nicht auf jedermanns Tour. Der Nationalpark soll einer der schönsten in ganz Costa Rica sein. Leider erfuhren wir erst vor Ort, dass man diesen Park nicht auf eigene Faust erkunden kann. Stattdessen muss man sich geführten Touren anschließen, die alle 5 Stunden-Wanderungen enthielten. Das wäre für unsere kleine Tochter leider eine Tortur gewesen und stand daher nicht zur Debatte. Unsere deutsche Hostelbesitzerin Martina hatte aber einen Plan B. Mit einer Privatführerin wanderten wir eine Stunde durch den Dschungel. Das war für uns nicht ganz so spannend… wir hatten ja schließlich in den letzten vier Wochen schon genug Blattschneider-Ameisen und kleine Echsen gesehen. Das Highlight war der Fluss, auf dem wir in großen Reifen 3 Stunden lang auf dem Wasser trieben. Das Wasser war herrlich erfrischend und die Landschaft einfach nur traumhaft schön und das Wichtigste: auch Emilia war begeistert. Neben dieser tollen Floating Tour gab es auch ein paar schöne Wanderungen an der Küste entlang zu einsamen Buchten und tollen Stränden. Also auch ohne den hoch gelobten Nationalpark hat sich der Ausflug in die Drake Bay für uns definitiv gelohnt. Geheimtipp für den Costa Rica Urlaub Karibikstrände wie aus dem Bilderbuch Nun hatten wir einen „Mammut-Tag“ vor uns. Wir mussten sehr früh morgens per Boot zurück nach Sierpe und von dort über San Jose nach Turrialba bzw. in ein kleines Dörfchen in der Nähe. Ziel war eigentlich die Karibikküste, doch wir wollten die 8 bis 12 stündige Landesdurchquerung nicht an einem Tag durchziehen. Unser Zwischenstopp sollte die Finca Soley sein, die wir nach 5 Stunden schließlich erreichten. Diese Finca wird von einer Deutschen und ihrem nicaraguanischen Ehemann betrieben. 12 Pferde, 4 Hunde, Katzen, Truthahn Norman mit seiner Hühnerschar und ein brasilianisches Äffchen wohnten außerdem auf der Farm. Isa und Ihr Mann haben auch zwei süße Töchter mit 2 1/2 und 1 Jahr. Für Emilia war das natürlich perfekt, denn das bedeutete jede Menge Spielsachen, zwei Spielkameraden und viele Tiere. Wir haben uns sofort pudelwohl gefühlt und beschlossen, auf der Rückfahrt von der Karibikküste hier noch einmal einen Zwischenstopp einzulegen. Am nächsten Morgen fuhren wir weitere 3 Stunden an die Karibikküste, in das kleine Städtchen Cahuita. Hier gibt es einen wundervollen Nationalpark mit gleichem Namen direkt am Meer. Man wandert durch den Dschungel und immer wieder gibt es kleine „Ausgänge“ an den herrlich weißen Strand. Nirgendwo vorher haben wir so viele Tiere gesehen. Eine große Anzahl Faultiere, Affen, Schlangen, giftgrüne Echsen, Kolibri-Nester, Rochen in der angrenzenden Lagune usw. Man fühlt sich eigentlich wie im Zoo, nur viel schöner (-: Nach drei Tagen zog es uns noch ein Stückchen weiter nach Punta Uva wo wir eine tolle Cabina direkt am Strand gefunden hatten. Ein perfektes Stückchen Erde mit Karibikstränden wie aus dem Bilderbuch direkt vor der Tür! Hier ließen wir die letzten Tage unserer tollen Zeit in Costa Rica ausklingen. Einfach nur faulenzen und nochmal Sonne tanken bevor es zurück nach Deutschland geht. Ein Highlight in Punta Uva ist das Jaguar Rescue Center. Dort kann man in 1 ½ stündigen Führungen jede Menge über die geretteten Tiere erfahren. Das Rescue Center nimmt alle einheimischen Tiere auf, die durch Unfälle verletzt, oder von Ihren Eltern zurückgelassen wurden. Dieses Babyfaultier ist zum Beispiel einfach vom Baumgefallenundwurde zum Glück gefunden und abgegeben. Hier wird es in einigen Monaten, wenn es groß genug ist, wieder ausgewildert. Und was ein Glück, hier haben wir endlich noch die Pfeilaugenfrösche gefunden. Gar nicht so einfach, die „kleben“ tagsüber unter irgendwelchen Blättern und verschmelzen, dank ihrer Farbe, optisch komplett mit den Blättern. Nun hieß es nach sechs Wochen leider Abschied nehmen von der Karibikküste und irgendwie auch schon von Costa Rica. Wie oben bereits erwähnt, haben wir zwei Nächte noch auf unserer Lieblingsfinca Soley verbracht und fuhren dann weiter nach Alajuela. Dort wollten wir eigentlich noch einmal den Vulkan Poas besichtigen. Doch wie schon am Anfang unserer Reise lag der Vulkan in dicke Wolken gehüllt und lohnte daher keinen Besuch.

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